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Man führt gegen den Wein nur die bösen Taten an, zu denen er verleitet, allein er verleitet auch zu hundert guten, die nicht so bekannt werden.
Georg Christoph Lichtenberg (1742-99), dt. Aphoristiker u. Physiker
Es ist nicht gleichgültig, aus welchem Glas Sie Ihren Wein trinken. Auch sollte man als Weintrinker nicht versuchen, Champagner oder andere alkoholische Getränke aus einem Weinglas zu trinken. Am besten zur Geltung kommt er aus einem dünnwandigen Glas, welches sich nach oben verjüngt; so sammeln sich selbst feinste Düfte.
Ein solches Glas lässt sich gut schwenken. Dadurch fördern Sie die Entwicklung der Aromen: Sie stellen leicht fest, wie der Wein duftet, oder ob er Ihnen gefällt - oder ob sich gar ein Fehler bemerkbar macht (Korkengeruch).
Es gibt unzählige Weingläser - praktisch für jeden Wein ein Glas. Doch die meisten von uns ziehen es vor, zwei oder drei Gläsertypen zu verwenden: Für Weißwein, für Rotwein und evtl. noch für Schaumwein.
Allerdings gibt es auch Universal Gläser die man für alle Weine verwenden kann.
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| Weinglas A | Weinglas B | Weinglas C |
Vor dem Weingenießer sind nicht alle Gläser gleich
Machen Sie den Test: Öffnen Sie Ihren Lieblingswein und gießen Sie ein wenig in drei verschiedene Gläser:
A dickwandiges Glas (Typ Konfitürenglas)
B V-förmiges oder zylindrisches Glas
C nach oben verjüngtes, dünnwandiges Glas
Welcher Wein schmecken Ihnen am besten?
Bei Glas A werden Sie Düfte und Aromen am wenigsten wahrnehmen.
Der dicke Glasrand drückt auf die Unterlippe: ideal für Sirup und Hustentee.
Versuchen Sie, das Glas B zu schwenken, damit sich die Weinaromen entfalten können.
Unmöglich - Sie bekleckern damit bloß Ihre Kleidung.
Das Glas C dagegen vereint die Vorzüge des perfekten Weinglases: die bauchige, nach oben
verjüngte Form konzentriert die Aromen und führt sie der Nase zu. Besonders für gehaltvolle Weine
darf das Glas nicht zu klein sein, damit der Wein Sauerstoff tanken und sich der Duft entfalten kann.
Der feine, dünne Rand berührt die Lippe sanft und sinnlich. Auch der lange Stiel gehört zu perfekten
Glas; denn kultivierte Weintrinker halten das Glas am Stiel.
Natürlich haben alle drei Gläser ihre Vorteile. Glas A lässt sich wunderbar in der Maschine spülen und
hält Jahrzehnte lang. Glas B ist meistens weniger ausladend als Glas C und braucht deshalb im Schrank
weniger Platz. Doch zählt das, wenn man aus einem Wein das Optimum herausholen will, um ihn voll und
ganz zu genießen?
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