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Kulturreise nach Spanien
So wunderschön die Strände Spaniens zugegebenermaßen sind, so viel gibt es auch abseits jedes Strandtrubels zu genießen. Reisen nach Barcelona und Valencia beispielsweise lohnen sich, denn hat man sich erst einmal über alles Sehenswerte informiert, wird man zustimmen, dass allein diese beiden Städte viele kulturelle Schätze besitzen und den Gaumen obendrein mit landestypischen Speisen verwöhnen.
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Wellnesswochenende ab und lässt Sie genießen.
Im Nordosten des Landes liegt Barcelona, das die zweitgrößte Stadt Spaniens und die Hauptstadt Kataloniens ist. Besichtigt man diese Stadt, wird man neben dem historischen Stadtkern mit seinen mittelalterlichen Bauwerken und vielen Restaurants, die bekannte spanische Speisen anbieten, schnell auf die ersten Häuser im Stil des Modernisme stoßen oder das Museu Picasso besuchen.
Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten Barcelonas sind aber die Jugendstil-Bauwerke des Architekten Antoni Gaudí. Er erbaute unter anderem die Casa Milà, den Park Güell und plante die Sagrada Familia, die bis heute noch nicht fertiggestellt wurde. Bei einer Reise nach Barcelona sollte man einen Abstecher nach Figueres mit einplanen. Dort ist nämlich das berühmte Salvador Dalí-Museum beheimatet, das eine Sammlung beeindruckender Werke des surrealistischen Künstlers besitzt.
Eine Reise in die drittgrößte Stadt Spaniens, Valencia, ist ebenfalls sehr lohnenswert. Valencia hat ähnlich wie Barcelona einen sehenswerten mittelalterlichen Stadtkern. Dem Reisenden steht nun offen, ob er in der Altstadt historische Bauwerke besichtigt oder zum Hafen und zu der Cuidad de les Arts i les Ciències fährt, um moderne Architektur zu besichtigen. Verzichten sollte er jedoch nicht darauf, die Speise zu versuchen, die ursprünglich aus Valencia kam und nun in der ganzen Welt bekannt ist: die Paella.
Vor allem wer einen
Costa-Blanca-Urlaub macht, sollte die Stadt besuchen,
schließlich beginnt die "weiße Küste" wenig südlich von
Valencia.
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K A N A R I S C H E
K Ü C H E
Der Gofic war immer schon ein Grundbestandteil der traditionellen
kanarischen Ernährung. Es handelt sich um getoastetes Maismehl, das mit
Wasser und Salz verknetet wird und auch als Beilage Anwendung findet für
Brunnenkresse-Eintopfgerichte und Sancocho (Fischsuppe und Kartoffeln mit
Koriander und Batate gemischt).
Die Schrumpfkartoffeln, die mit Salz solange gegart werden, bis das Wasser verkocht ist, sind ein weiteres Element der typisch kanarischen Küche, die zusammen mit "Mojos" serviert werden, einer Soße, die mit Pfeffer angerichtet, scharf, oder mit grünem Paprika und Petersilie oder Koriander, weniger Scharf sein kann.
Den Inseln kommt ferner eine besondere Bedeutung aufgrund der Vielzahl verschiedener Käsesorten zu, die wirtschaftlich nicht unwesentlich sind und seit vorgeschichtlicher Zeit zu den Grundnahrungsmitteln der Bevölkerung gehören. Manche der kulinarischen Überlieferungen , die zum Beispiel auf den Käse Flor de Guía oder den zarten Käse von Guayadeque zurückgehen, haben eine lange Tradition.
Aufgrund der extremen Wasserarmut und dürftigen
Bodenverhältnisse beschränkt sich die Landwirtschaft Lanzarotes auf
einige wenige Produkte.
Als wichtigste Anbauprodukte seien neben Kartoffel und Süßkartoffeln die
mildwürzige Zwiebel
und natürlich der Wein erwähnt.
Schon im Mittelalter wurde die Malvasierrebe von Kreta nach Lanzarote
gebracht. Jedoch begann man erst nach den gewaltigen Vulkanausbrüchen
1730-36 mit dem großflächigen Anbau der Traubenart. Die Eigenschaft
der entstandenen Vulkanasche (picon), Feuchtigkeit aufzunehmen und zu
speichern, wurde für den Anbau ausgenutzt (Trockenfeldanbau = enarenado).
Hierzu werden die Rebstöcke in dieLavaasche eingegraben und mit einer
Schutzmauer gegen die Passatwinde umgeben. Der anfallende Nachttau wird vom
"picon" gespeichert und langsam an die Wurzeln weitergegeben. Die Gegend um
La Geria, das Hauptweinanbaugebiet Lanzarotes, wurde 1964/65 vom New
Yorker Metropolitan Museum of Modern Art mit dem Titel " Engineering
without Engineers" ausgezeichnet, was übersetzt soviel wie "Architektur ohne
Architekten" bedeutet. Die größte Bodega der Insel, El Grifo,
exportiert ihre Weine heute nach ganz Europa.
Die typische Inselküche setzt sich hauptsächlich aus einfachsten Zutaten zusammen und kommt heute in ihrer Ursprungsform nur noch in einfachen Restaurants, meist abseits der touristischen Zonen, auf den Tisch.
Hierzu zählt beispielsweise "Gofio" (wurde übrigens seltener in Teneriffa zubereitet), das Grundnahrungsmittel der Inselbevölkerung. Gofio ist ein Mehl aus gerösteten und gemahlenen Getreidekörnern, welches z.B. zum Andicken von Suppen und Eintöpfen verwendet wird. Man rührt es sich morgens in den Milchkaffee, den Kleinkindern wird es dem Brei zugefügt. Selbst auf dem Speiseplan der Kanarischen Hunde fehlt Gofio nicht.
Eine weitere Besonderheit der Kanarischen Küche sind die "papas arrugadas con mojo", kleine "Runzelkartoffeln" mit mojo verde (grüne Knoblauchsauce) oder mojo rojo bzw. mojo picón (rote, sehr pikante Knoblauchsauce). Die Runzelkartoffeln, die mit Schale gegessen werden, entstehen, indem man kleine Kartoffeln in stark gesalzenem Wasser (im Original Meerwasser) kocht, dann das Wasser abschüttet und die Kartoffeln ohne Wasser auf kleiner Flamme unter Schütteln des Topfes abdämpft, bis alles restliche Wasser verdampft und das kristallisierte Salz an der Schale der Kartoffeln anhaftet. "Papas arrugadas con mojo" werden sowohl zu Fisch-, als auch zu Fleischgerichten serviert. Ebenso großer Beliebtheit erfreuen sich die "batatas" (saisonbedingt) con mojo, Süßkartoffeln mit Knoblauchsauce. Interessant, wie gut der Geschmack dieser stark süßlichen Kartoffelart mit der Schärfe des Knoblauchs harmoniert.
Zum desayuno (Frühstück)
reicht den Canarios meist ein "café con leche" (Milchkaffee) und dazu ein
dulce (Gebäck). Besonders beliebt sind churros, ein Brandteiggebäck,
welches frisch aus der Friteuse, getunkt in "chocolate caliente"
(heiße Schokolade) oder "café con leche", ausgesprochen lecker ist.
Im Gegensatz zu den Urlaubern wird bei den Inselbewohnern nach dem eher kargen Früstück viel Wert auf ein ausgiebiges almuerzo (Mittagessen) gelegt. Es beginnt so zwischen 13 und 14 Uhr und kann sich z.B. am Wochenende bis in den späten Nachmittag hinein ausdehnen. Hier kommt dann so ziemlich alles auf den Tisch, was die Küche zu bieten hat. Einheimische Lokale z.B. bereiten an Sonn- bzw. Feiertagen gern einen Puchero zu, ein recht aufwendiges Eintopfgericht, welches aus mehreren Sorten Fleisch (im Original 7 verschiedene Fleischarten) und diversen Gemüsesorten besteht. Die Gemüse, meist Möhren, Kartoffeln, Mais, Weißkohl und Kichererbsen (garbanzos), werden getrennt voneinander in Salzwasser gegart und kommen dann zusammen mit dem gegarten Fleisch auf den Teller. Die entstandene, sehr schmackhafte Brühe, wird gern zum Anrühren von "gofio" verwandt, welches dann, je nach Appetit, zu dem sehr reichhaltigen Gericht gegessen wird.
Ein weiteres beliebtes Eintopfgericht ist der Rancho Canario, bestehend aus garbanzos (Kichererbsen), Nudeln und Kartoffeln, sowie Speck, Rind- und Hühnerfleisch.
Die potaje canario, ein Gemüseeintopf, oft auf der Grundlage von Linsen oder Kichererbsen zubereitet, ist eine recht sättigende Vorspeise. Eine Spezialität ist die potaje de berros (Brunnenkresse).
Tradition hat auch der sancocho canario, ein Eintopfgericht aus getrocknetem Fisch, Kartoffeln, Süßkartoffeln und Gemüse. Vor der Zubereitung wird der getrocknete Fisch mehrere Stunden in Wasser eingeweicht.
Und dann gibt es natürlich Fisch in allen Variationen. Gebraten, gegrillt oder gekocht, frisch ist er natürlich am besten. Beim "pescado del día" (Fisch des Tages) hat man die größten Chancen, einen wirklich frischen Fisch zu bekommen. Seezungen, auf fast allen Speisekarten zu finden, sind fast immer "congelado" (tiefgefroren).
Eine besondere Zubereitungsart ist der "Pescado a la sal" (Fisch in Salzkruste). Hierzu wird der Fisch ganz in Meersalz eingepackt und im Ofen gebacken.
Zu den bekanntesten Kanarischen Fleischgerichten gehören "Conejo en salmorejo" (Wildkaninchen in Beize), "Cabrito" (Zicklein) und "Cordero" (Lamm).
In fast allen Bars, zumindest außerhalb der touristischen Zonen, erhält man "tapas", kleine Appetithappen in verschiedensten Variationen, auf Tellerchen serviert, hervorragend zum Ausprobieren verschiedener Gerichte. Das Servieren von tapas ist vom spanischen Festland übernommen worden. Tapa bedeutet, wörtlich übersetzt , "Deckel". Damals erhielt man beim Bestellen eines Getränkes automatisch das Glas mit einem kleinen Tellerchen abgedeckt, auf dem sich ein Appetithäppchen befand. Dies war dann meist ein Stückchen Käse oder Schinken. Kenner behaupten, man habe diese Sitte aus hygienischen Gründen eingeführt, um Fliegen etc. von dem Getränk fernzuhalten. Leider, obwohl es immer noch Fliegen gibt, existiert das Abdecken der Gläser in dieser Form nicht mehr. Dafür gibt es heute eine reichliche Auswahl an tapas, es gibt regelrechte "Tapa-Bars", die bis zu 25 verschiedene Gerichten anbieten. Im Normalfall findet man , außer Schinken und Käse, in der Glasvitrine auf dem Tresen "ensaladilla" (eine Art Kartoffelsalat), "pollo" (Huhn), "carne en salsa" oder "estofado" (Fleisch in Sauce bzw. Gulasch) und "paella"
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