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Pompeji - Eine Reise in die Antike
Reisen Speisen und genießen!
Unsere Reise durch Italien führte uns in das bekannte
„Freilichtmuseum“ Pompeji, das sicherlich nicht nur für
Geschichtsfans ein absolutes „Must-see“ in der Region Kampanien ist.
800 Grad heiße Aschewolken begruben beim Ausbruch des Vesuvs am 24.
August 79 n. Chr. die Stadt unter sich. Lava und Bimsstein
konservierten Gebäude, Plätze, Kunstwerke und Alltagsgegenstände so
gut, dass die zahlreich erhaltenen Reste einen interessanten
Einblick in die damaligen Wohnverhältnisse, den Handel, die Kunst
sowie in das Leben der Menschen geben. Nicht umsonst gilt Pompeji
deshalb als die besterhaltene Stadt der Antike.
Einen Tag sollte man sich schon für das riesige Ausgrabungsgelände
Zeit nehmen. Denn in den rekonstruierten Straßenzügen, wo das
römische Stadtleben lebendiger als in jedem Historienfilm wird, gibt
es viel zu entdecken. Mit einem Stadtplan in der Hand stürzten wir
uns in die abenteuerliche Zeitreise. Besonders beeindruckend fanden
wir das Forum mit dem Porticus und dem Kapitol und natürlich das
große Amphitheater, das die Besucher in die Zeit der
Gladiatorenkämpfe zurückversetzt.
Die zahlreichen Tempel wie der Apollon-Tempel, der Hercules-Minerva-Tempel
oder der Isis- und Aeskulap-Salus-Tempel mit ihren Altären und
Kultbildern zeugen von einer tief verwurzelten Religiosität der
ehemaligen Bewohner Pompejis. Doch nicht nur diese Kultstätten, auch
die vielen gut erhaltenen Thermen, Theater und Torbögen ließen uns
staunen.
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Abseits der Pflasterstraßen spenden Pinien und Zypressen etwas Schatten
und laden zum Verweilen ein. Eine Pause hatten wir uns auch verdient,
denn die Sonne prasselte unablässig auf die Ausgrabungsstätte nieder –
erstrahlte damit jedoch auch die vielen Mosaiks und Fresken der antiken
Gebäude im vollen Glanz. Mit etwas Glück gelangten wir in einige leere
Seitenstraßen, die noch nicht vom täglichen Besucherstrom überrollt
wurden. Doch die Ruhe sollte nicht lange andauern: Jeden Tag besichtigen
tausende Touristen aus der ganzen Welt die Geisterstadt in Italien mit
den zahlreichen luxuriösen Villen, Fresken, Statuen und Tavernen. So
mancher Archäologe sieht dadurch die Instandhaltung Pompejis gefährdet.
Doch auch durch den Wind und die Sonne ist die antike Stadt ein zweites
Mal dem Untergang geweiht. Ob Forscher den voranschreitenden Verfall
aufhalten können, bleibt abzuwarten.
Nach dieser beeindruckenden Reise in die Vergangenheit wollten wir uns
natürlich auch den Auslöser der Katastrophe selbst ansehen – den Vesuv.
Eine Serpentinenstraße führt etwa 1.000 Meter zum Vulkan hinauf, die
restlichen 281 Meter muss man auf einem sandigaschigen Weg zu Fuß
erklimmen. Der Blick in den Krater ist relativ unspektakulär. Einzig
allein die Vorstellung, dass dieser Vulkan in ca. 5 bis 7 km Tiefe immer
noch brodelt und eines Tages bestimmt wieder ausbrechen wird, gibt dem
Ganzen etwas Mystisches.